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Bei dem Projekt handelt es sich um eine Initiative des Landesverbands der Musikschulen und des Landes Niedersachsen. Als Leiter der Kreisjugendmusikschule (KJMS) schraubte Lutz Göhmann höchstpersönlich die Plakette ans Mauerwerk. Doch mit dem Schild allein ist es nicht getan.
Der Kindergarten Seggebruch ist einer von neun im Landkreis, der an dem Projekt mitwirkt. Einmal pro Woche besucht eine Musiklehrerin der KJMS die Einrichtungen, in Seggebruch unterrichtet Susanne Böger dann zwei Stunden lang Vier- und Fünfjährige. Das Land zahlt einen Personalkostenzuschuss. Böger unterstützen die Erzieherinnen Ann-Kathrin Beck und Sanja Bajkovec-Claus.
Sinn und Zweck des Ganzen ist es, die Jungen und Mädchen früh für das Musizieren mit Instrumenten und in der Gruppe sowie für das Singen zu begeistern. Dies fördere auch Fähigkeiten, die zum Spracherwerb nötig sind. Emotionalität, Kreativität, Motorik und kognitives Lernen profitieren laut Theorie ebenfalls davon. Und den jungen Teilnehmern macht es in der Praxis jede Menge Spaß. „Die jüngeren Kinder freuen sich schon darauf, das sie auch bald Musikschulkinder sind“, sagt Kita-Leiterin Sabine Hage.
Die Freude am Musizieren demonstrierten die aktuellen Musikschulkinder den übrigen Jungen und Mädchen sowie KJMS-Leiter Göhmann, Helpsens Bürgermeister Manfred Kesselring, Seggebruchs Bürgermeister Herbert Stahlhut und Helpsens Gemeindedirektor Ditmar Köritz mit einem Singspiel. Dabei erzählten sie musikalisch wie mimisch die Entstehung eines Schmetterlings.
Göhmann hatte noch eine frohe Kunde im Gepäck: Für das kommende Kindergartenjahr rechnet er fest mit einer Fortsetzung des Projekts. Kesselring beglückwünschte Kinder und Erzieherinnen. „Musik ist eine wichtige Grundlage des Erwachsenwerdens“, sagte er. Der Kreisjugendmusikschule dankte Kesselring für die Unterstützung.
von: Schaumburger Nachrichten - Seggebruch (gus)